Aktuelles von der Küste



Mai 2018

Die Nationalparkverwaltung beschränkt in diesem Jahr den Zugang zur Ostspitze.

 

Diese Maßnahme sei erforderlich, um Strandbrüter wie z.B. Sandregenpfeifer oder Zwergseeschwalben zu schützen, teilte die Verwaltung mit. Immer wieder käme es zu Störungen durch Spaziergänger. Strandbrüter sind relativ kleine, unauffällige Vögel und können daher leicht übersehen werden. Gleichzeitig sind Strandbrüter sehr empfindliche Brutvögel, die bei Annäherung durch Menschen das Nest oder die Küken verlassen. Die Ostspitze von Wangerooge sei in früheren Jahren ein traditioneller Brutplatz für diese Vogelarten gewesen. Diese Vogelarten sehen Ornithologen immer seltener. Allerdings nicht nur am Ostende von Wangerooge, sondern im gesamten Wattenmeer. Kritiker bezweifeln daher den Zusammenhang zwischen den angegebenen Störungen und dem Rückgang des Bestands. Mittlerweile stehen einige Strandbrüter auf der s.g. „roten Liste“, also der Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten. Daher habe die Nationalparkverwaltung nach eigenen Angaben die Pflicht dem Schutz dieser Arten besondere Aufmerksamkeit zu widmen.In diesem Jahr soll daher für die Dauer der Brut- und Aufzuchtzeit das Brutgebiet an der Ostspitze der Insel abgezäunt werden. Strandbesucher dürfen dann die markierten Bereiche nicht mehr betreten.

Die Maßnahmen finden in Abstimmung mit der Gemeinde Wangerooge statt. Nach Beendigung der Brutzeit werden die Flächen wieder frei gegeben.

Bericht:  Wattsegler.de,  Foto: Spillmann



Januar 2018

Sassnitzer Seenotretter befreien Segler aus misslicher Lage

Auf ihren Wintertörn von Greifswald nach Gedser hatten sich die vier Segler sehr gut vorbereitet.  Ein Maschinen- und Ruderschaden nördlich der Insel Rügen machte ihnen jedoch am Mittwoch, 17. Januar 2018, einen Strich durch ihre Segelreise. In den frühen Morgenstunden mussten sie die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) alarmieren. Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers HARRO KOEBKE schleppte Yacht und Crew anschließend sicher in den Hafen von Sassnitz. 

 

 

Die Seenotretter der HARRO KOEBKE wollten sich gerade an den Frühstückstisch setzen, als die Seenotleitung Bremen der DGzRS sie gegen 6.30 Uhr alarmierte: Der Skipper der rund dreizehn Meter langen Segelyacht „Teen Spirit“ hatte auf dem internationalen Anruf- und Notrufkanal 16 Ruderschaden und Maschinenausfall gemeldet. Acht Seemeilen (rund 15 Kilometer) nördlich des Kaps Arkona trieb die vierköpfige Crew mit ihrer manövrierunfähigen Yacht auf der Ostsee: bei zwei bis drei Grad Lufttemperatur, Schneeschauern und mäßigem bis frischem Westwind eine sehr ungemütliche und vor allem ausweglose Situation.

 

Die Seenotretter verloren keine Minute und liefen mit dem Seenotrettungskreuzer unter Höchstgeschwindigkeit von 25 Knoten (rund 46 Stundenkilometer) zur Segelyacht. Vor Ort stellten sie routiniert eine Leinenverbindung zum Havaristen her (siehe Foto). Anschließend schleppten sie die „Teen Spirit“ mit der HARRO KOEBKE nach Sassnitz. Kurz vor der Hafeneinfahrt setzten die Seenotretter das Tochterboot NOTARIUS aus und nahmen die Segelyacht längsseits, um sie besser in den Hafen und an einen Liegeplatz bugsieren zu können.

 

Bericht und Foto: DGzRS



Juli 2016

Seenotretter befreien Ehepaar auf Segelyacht vor Norderney

Die Norderneyer Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben am Montag, den 18. Juli 2016, ein niederländisches Ehepaar auf seiner Segelyacht aus einer extrem gefährlichen Situation in der Brandungszone im Seegatt zwischen Juist und Norderney befreit. Die Segelyacht war beim Anlaufen des Seegatts (Bereich zwischen den Inseln) außerhalb des Fahrwassers festgekommen und in die Brandungszone der Sandbänke geraten. Bei einer Dünung von bis zu eineinhalb Metern wurde die Yacht immer wieder hart auf die Sandbank geworfen. Über den UKW-Not- und Anrufkanal 16 alarmierte die Frau die Seenotretter. Mit Tochterboot und Seenotrettungskreuzer gemeinsam gelang es der Besatzung der "Bernhard Gruben" die Yacht in tieferes Wasser zu ziehen und nach Norderney einzuschleppen. Das etwa zwölf Meter lange Boot soll dort zunächst auf Schäden untersucht werden. Das Seegatt zwischen den Ostfriesischen Insel Juist und Norderney gilt auch unter erfahrenen Seglern als anspruchsvoll. Eine exakte Navigation ist erforderlich, da die Fahrwasser an gefährlichen Sandbänken vorbeiführen. Eine Strandung in diesem Bereich ist extrem gefährlich für Schiff und Besatzung. 

 

Durch natürliche dynamische Prozesse können sich die Fahrwasser ständig verlagern, weshalb vor dem Anlaufen des Seegatts unbedingt aktuelle Informationen zur Lage eingeholt werden sollten.

 

Bericht und Foto: DGzRS



Mai 2015

Der Segelclub Juist darf den Hafen nicht mehr räumen.

Hannover verbietet dem Segel-Klub Juist, den Schlick aus dem Yachthafen zu räumen.

Dies geht laut www.wattsegler.de aus einem Schreiben des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr hervor. In diesem Schreiben wird behauptet, die Bildung der Sandbänke im Fährhafen gingen auf die Schlickräumung im Juister Yachthafen Hafen zurück. Ferner wird die Inselgemeinde aufgefordert, diese Räumungen künftig zu unterbinden. Der 1. Vorsitzende des Segel-Klub Juist, Olaf Weers, stritt in einer öffentlichen Stellungnahme empört den Zusammenhang zwischen der Schlickräumung im Yachthafen und der Versandung des Fährhafens ab. Seiner Meinung nach ginge der der Schlickeintrag im Yachthafen dagegen eher auf die Baggerungen im Fährhafen zurück.  Er lud das Ministerium ein, sich doch vor Ort selbst ein Bild zu machen. Zudem verwies der Vorsitzende des SKJ auf Planungs- und Baumängel des Hafens, die aus seiner Sicht ursächlich für das enorme Schlickprobleme seien. Unklar bleibt, wie es mit dem Yachthafen ohne kontinuierliche Schlickräumung weitergehen soll.

Bericht und Foto: http://www.wattsegler.de




März 2015

Steganlage in Wangerooge wechselt den Besitzer

Der Wangerooger Yacht Club e.V. (WYC) hat am 1. April 2015 die Steganlage der N-Ports GmbH übernommen. Die Übernahme des Steges erfolgte zu einem symbolischen Preis, wie der Verein jetzt bekannt gab. Über die Höhe des symbolischen Preises und die jährlichen Pachtkosten wurde bislang noch nichts bekannt. 

In den ehemaligen N-Ports Steg musste der WYC allerdings noch kräftig investieren. Neben den üblichen Reparaturen bekam der Steg auch Stromsäulen und eine Wasserversorgung. Wer jedoch auf eine Modernisierung der Sanitäreinrichtungen hofft, wird enttäuscht. Die bisherigen Dusch- und WC-Anlagenvon N-Ports bleiben unter der Verwaltung von N-Ports erhalten. Aber mit einem Code sind jetzt auch die Sanitäranlagen des Wangerooger Yachtclubs benutzbar und die sind in einem durchaus guten Zustand. Allerdings will N-Ports der zunehmenden Versandung des Hafens will ein klein wenig entgegenwirken und das Hafenbecken zu Beginn der Saison auf -1,50 NN ausbaggern.

In den kommenden drei Monaten hat der WYC noch ein Kündigungsrecht dieser Vereinbarungen. Sollte sich in dieser Zeit abzeichnen, dass der Verein die Folgekosten überschätzt hat, könnte er aus dem Vertragswerk in dieser Zeitspanne noch aussteigen.

Bericht: http://www.wattsegler.de

Foto: R. Harrie



Albatros Kohltour 2015

Januar 2015

Der Höhenflug der Albatrosse: Sonne, Schnee und Pinkel


Am 24. Januar 2015 machten sich zahlreiche Albatrosse unter der Ägide von Königin Marie-Louise und König Erwin auf zur alljährlichen Kohl- und Pinkeltour. Wie es sich für die Seemannschaft gehört, wurde zunächst auf dem Flagschiff Ihrer Majestäten übergesetzt an das jenseitige Ufer der Weser. Die Anlandung war naß, denn der Himmel hatte seine Pforten weit geöffnet und es war starker Wille und großes Durchhaltevermögen von der gesamten Mannschaft gefordert. Doch die erfahrenen Seeleute wurden mit Sonne und glitzernder Schneelandschaft auf dem Deich belohnt. Bei ausreichend Getränk und Speis meisterten alle tapfer die zahlreichen kniffligen Aufgaben und hielten sich bei heißem Glühwein und kühlen Schnäpsen warm. 


Bei Rückankunft nach erneutem Übersetzen in den Heimathafen, lud das Köngispaar zu üppigem Mahle ein: Grünkohl, Pinkel und leckere Erdäpfel belohnten die weit Gewanderten. Durch einen findigen Trick gelang es dem Königspaar Ihre NachfolgerIn zu krönen: Königin Katja und König Lutz übernahmen noch am selben Abend das Zepter und alle Albatrosse freuen sich schon auf die königliche Kohltour 2016.

Bericht von A. Trommershausen, Fotos: R. Harrie



Skippertreffen 2014     -                                                           Ausflug zum Maritimen Zentrum Wesermarsch 

Dezember 2014

 

Abenteuer oder Folterkammer?

 

Iris und Sven haben das diesjährige Skippertreffen organisiert und Vereinsmitgliedern die Möglichkeit gegeben, das Maritime Zentrum Wesermarsch in Elsfleth kennenzulernen und Einblicke in das ISAF-zertifizierte Sicherheitstraining zu bekommen. 

Nach einer theoretischen Einführung ging es für die eine Gruppe in den Kransimulator – einige Mitglieder u. a. auch ich durften mit geduldiger Anleitung einen Container vom Schiff auf die Kaje kranen ( das Ding fing sofort an zu schaukeln!).

Die andere Gruppe besichtigte das „ Schwimmbad“, wo sich nach der Mittagspause alle versammelten. Birgit, Marie-Louise, Alex, Arno und Sven waren sehr mutig und zeigten, was man dort trainieren kann. Das idyllische, karibisch schimmernde Schwimmbecken verwandelte sich in Sekunden in eine von Blitzen durchzuckte, brüllende Finsternis, in der der Wind nur so tobte und die Wellen kurz, steil und hackig eine kochende See bildeten. Man hatte schon auf der Besucherbank das Gefühl, man müsste sich festhalten.

Foto: Iris R.
Foto: Iris R.
Foto: Iris R.
Foto: Iris R.

Die Fünf übten in Neopren und mit Schwimmweste beisammen zu bleiben, dann mussten sie in die Rettungsinsel klettern – immer gut bewacht und unterstützt von den drei Mitarbeitern des Zentrums – und saßen dann in der tanzenden, verschlossenen Rettungsinsel. Am Schluss wurden sie einzeln aus der Rettungsinsel  in einer simulierten Windenrettung mit dem Hubschrauber abgeborgen. Immerhin kamen sie danach lachend vom Turm runter und verschwanden unter begeistertem Applaus in der Umkleide. In Natura möchte so etwas niemand erleben.

Vielen Dank an die fünf Mutigen und Iris und Sven. Es war ein tolles Skippertreffen.

Bericht von E.St.-H.



Segelyacht strandete vor Mellum

November 2014

Vor der Insel Mellum ist am Donnerstag, 6. Nov. eine 15 Meter lange Segelyacht mit drei Seglern, während einer Überführungsfahrt ins Winterlager von Hooksiel nach Bremerhaven auf Grund gelaufen.

Leider ereignete sich dies ausgerechnet bei höchstem Wasserstand, sodass ein Freischleppen der Yacht, auch für die gerufenen Seenotretter der Station Hooksiel (DGzRS) auf Grund des auslaufenden Wassers nicht mehr möglich war.  Dummerweise lief das Hochwasser bei den folgenden Tiden, durch Änderung der Wind-richtung zum Teil bis zu einem halben Meter niedriger auf als üblich. So gelang es trotz mehrfacher Versuche des Seenotkreuzers VORMANN STEFFENS gemeinsam mit dem Seenotrettungsboot BALTRUM nicht die Yacht aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Hinzu kam noch das die Besatzung der Yacht infolge des bereits gelegten Mastes, auch keine künstlich Kränkung (Schräglage) herbeiführen konnte. Am Freitagabend kündigte sich zudem eine Verschlechterung des Wetters mit Starkwind und Sturmböen an. Aus diesem Grund musste die Besetzung (drei Männer aus NRW)  zum Tochterboot der Seenotretter durchs Wasser waten, um anschließend an Bord des Seenotkreutzers mit heißem Kaffee und Tee verwöhnt zu werden. Die Yacht wurde vor Anker gelegt und die Crew verbrachte die Nacht in einem Hotel in Hooksiel. Am Samstag gelang es dann endlich die Yacht vom Grund zu schleppen und wieder nach Hooksiel zu begleiten.

Foto: DGzRS